United Internet Team Germany

UITG sailing crew


SailorPositionNation32nd AC Team
Jocehn Schuemannco-CEOGERAlinghi
Magnus AugustonGrinderSWELuna Rossa
Ian BakerGrinderNZLBMW Oracle
Jean-Marie DaurisBowmanFRAUITG
Rodney DawsonTactician & StrategistNZLBMW Oracle
Federico GiovanelliGrinderITADesafío Español
Zachary HurstTrimmerNZLBMW Oracle
Karol JablonskiHelmsmanPOLDesafío Español
Hart JordanMainsail TrimmerUSADesafío Español
Anton KolbMid BowmanGERBMW Oracle
Tim KrögerPitmanGERShosholoza
Marc LagesseNavigatorRSAShosholoza
Emanuele MarinoGrinderITALuna Rossa
Victor MarinoTravellerESPDesafío Español
Luke MolloyMainsail TrimmerAUSVictory Challenge
Philippe MourniacNavigatorFRAUITG
Mathias PaschenTrimmerGERUITG
Mikkel RossbergTrimmerDENDesafío Español
Jan SchoepePitmanGERUITG


UITG design team
NamePositionNation32nd AC Team
Oliver KayserTechnical DirectorGER-
Roland SaucierConstruction managerUSAUITG
Dimitri NicolopoulosDesign CoordinatorFRAAreva
Jason KerHull DesignGBRShosholoza
Marc WintermantelStructural designSUIUITG
Eberhard MaggTechnical OperationsGERUITG

1 Kommentar 14.11.07 14:57, kommentieren

Schümann will mit Team Germany ins Halbfinale

Teamchef
Jochen Schümann hat das Kernteam für Team Germany zusammmen.

Teamchef Jochen Schümann will mit der deutschen Mannschaft bei der nächsten Auflage des Segelklassikers America's Cup unter die besten Crews vordringen.

"Wir wollen das Halbfinale erreichen", sagte der dreimalige olympische Goldmedaillengewinner und zweimalige America's-Cup-Sieger bei der Präsentation der Mannschaft in Valencia. 20 Segler aus elf Nationen stellen das Kernteam für den zweiten Cup-Anlauf unter deutscher Flagge. Insgesamt gehören 52 Mitarbeiter aus zwölf Nationen in den Bereichen Management, Logistik, Design, Bootsbau und Sport der deutschen Mannschaft an.

Ein Viertel der Segelprofis im Team Germany kommt aus Deutschland. Neben Schümann verstärken die beiden Hamburger Tim Kröger (43) und Matti Paschen (35) sowie der Münchner Tony Kolb (31) und der Cuxhavener Jan Schoepe (33) die Mannschaft, die mit der von Schümann ausgegebenen Parole "German Brain, international Campaign" in den 33. America's Cup startet. Der polnische Steuermann Karol Jablonski verfügt zudem über einen deutschen Pass. "Ich zeichne verantwortlich für die Auswahl der Mannschaft", sagte der 43 Jahre alte Masure, der im vorausgegangenen America's Cup mit Spanien bis ins Halbfinale vorgedrungen war. "Unser Team ist hungrig, erfahren und harmonisch."

Arme verschr?nkt, Brust raus: Schon die K?rperhaltung verr?t, dass beim zweiten Versuch vieles besse

Aus dem ehemaligen United Internet Team Germany haben lediglich fünf Segler den Sprung in die Folgekampagne geschafft ­ neben Paschen und Schoepe bekamen auch die Franzosen Jean-Marie Daurisse und Philippe Mourniac sowie der Schweizer Grinder ("Segelsetzer" ) Dominik Neidhart einen Vertrag.

Erfahrenster deutscher Neuzugang ist Kröger, der nach zwei Weltumrundungen und America's-Cup-Einsätzen für Frankreich und Südafrika seinen dritten Start anstrebt. "Ich habe 15 Jahre unter internationalen Flaggen gearbeitet und freue mich riesig, dass diese lange Reise nun endlich auch einmal in ein Engagement für ein deutsches Team führt."

Dem stimmte der Münchner Kolb zu, der mit der Yacht "illbruck" Sieger im Vovlo Ocean Race und bei seiner Cup-Premiere für das US-Team BMW Oracle Racing am Start war: "Es war schon immer mein Traum, einmal beim America's Cup mit einem deutschen Team anzutreten."

Mit mindestens 50 Millionen Euro Budget hat Team Germany die Jagd auf die begehrteste Silberkanne des Segelsports eröffnet. Neben Hauptsponsor United Internet sowie den Nebensponsoren Audi und Porsche Consulting ist nun auch der Sportartikelhersteller adidas als offizieller Ausrüster an Bord der GER 91 gegangen. Die jüngste deutsche Cup-Yacht vom Typ AC 90, die auf der Kieler Werft Knierim gebaut wird, soll spätestens im Herbst 2008 vor Valencia kreuzen.

Der 33. America's Cup beginnt 2008 mit zwei Vorregatten und endet im Juli 2009 mit dem Duell zwischen Verteidiger Alinghi und dem Sieger der Herausfordererserie. Davor wird in den kommenden Wochen zunächst eine Entscheidung über die Klage des US-Teams BMW Oracle Racing gegen Alinghi erwartet. Der Ausgang der Verhandlung vor dem Obersten New Yorker Gerichtshof könnte das Programm für den 33. America's Cup noch verändern.

14.11.07 14:33, kommentieren

Team Germany präsentiert Crew für 2009

Die Heimkehrer Tim Kröger aus Hamburg und Tony Kolb (München) gehen gemeinsam mit einer international ausgerichteten Crew für das deutsche Segel-Syndikat Team Germany beim 33. America's Cup 2009 vor Valencia an den Start. Am Dienstag wurde das Team offiziell vorgestellt.

Neuzugang Tim Kr?ger (r.) neben Jochen Sch?mann (m.) und Karol  Jablonski
Neuzugang Tim Kröger (r.) neben Jochen Schümann (m.) und Karol Jablonski

20 Segler aus zwölf Nationen

Bei der Präsentation wurden 20 Segler aus zwölf Nationen vorgestellt. Aus der vorherigen Kampagne, die bei der Herausforderer-Runde des 32. Cups den enttäuschenden vorletzten Rang belegt hatte, gehen nur fünf Aktive weiterhin für die Deutschen aufs Wasser.

"Insgesamt soll die Mannschaft 26 Segler umfassen. Wir haben uns aber keinen Zeitpunkt gesetzt, zu dem das Team vollständig sein muss", sagte der neue Teamchef Jochen Schümann (Penzberg), der zuletzt beim Schweizer Titelverteidiger Alinghi unter Vertrag stand: "Auch bei den Olympischen Spielen im kommenden Jahr in Peking können sich Segler noch für einen Platz bei uns empfehlen."

"Heimkehrer" Kröger und Kolb

Kröger kommt vom südafrikanischen Team Shosholoza zu den Deutschen, Kolb schließt sich der Kampagne nach einem Engagement beim US-Syndikat BMW ORACLE Racing an. "Für mich ist das der Höhepunkt einer langen Reise. Auf diese Chance habe ich immer hingearbeitet. Es wird eine große Herausforderung für uns alle", erklärte Kröger.

Neben den beiden Zugängen haben im bisherigen Team nur Schümann, Steuermann Karol Jablonski, Jan Schoepe (Cuxhaven) und Matti Paschen (Hamburg) einen deutschen Pass. "Uns kommt es nicht auf das Heimatland unserer Segler, sondern auf deren Qualitäten an. Wir wollen verschiedene Segel-Kulturen zusammenbringen", erklärte Schümann.

13.11.07 16:14, kommentieren

Start des 33. AC für 18. Juli 2009 geplant

 

 

An einer Pressekonferenz in Barcelona präsentierte das AC-Management (ACM), das den 33. America’s Cup organisiert, heute die neuen Wettkampfregeln, inklusive das Event-Format und den Zeitplan, und gab vertiefte Auskünfte zur neuen AC90-Klasse. Die Bekanntgabe der Vorausscheidungen und des America’s-Cup-Matches selbst markiert einen weiteren Schritt in Richtung eines Events im Jahr 2009.
Bei der Präsentation anwesend waren Michel Hodara, CEO des ACM, Tom Schnackenberg, ACM-Berater für die Class Rule und die Wettkampfregeln, Rolf Vrolijk, Alinghi-Chefdesigner, Juan Kouyoumdjian, Chefdesigner von TeamOrigin, und Agustín Zulueta, General Director von Desafío Español.

AC90: Grösser, schneller, anspruchsvoller

Die AC90-Yacht wird, zusammengefasst, eine Gesamtlänge von 90 Fuss haben (27.4m) und 6.5m Tiefgang beim Regattieren, retraktierbar auf 4.7m. Der Baum misst 5.3m, gegenüber 3.5m, die auf vielen ACC-V5-Booten Standard waren. Die Verdrängung beträgt 23 Tonnen, die Masthöhe über Deck 37.9m, die maximale Bugspriet-Distanz vom Mast beträgt 15.5m und die Spinnaker-Fläche ist unbegrenzt. Mit einer Crew von maximal 20 Leuten wird dieses Boot sehr anspruchsvoll und spannend zu segeln sein (es gibt drei zusätzliche Mannschaftsmitglieder und etwa 50% mehr Segelfläche als bei einem V5-Boot!). In Anbetracht der Schwierigkeit der neuen Yacht wurde das Crew-Gewichtslimit eliminiert.
Diese Regel ist das Resultat einer umfassenden sechswöchigen Designkonsultations-Phase zwischen den fünf gemeldeten Challengern und dem Defender unter der Leitung von Tom Schnackenberg, Klassenregel-Berater für das ACM. Wie zuvor angekündigt, wurde die Regel am 31. Oktober veröffentlicht.

Die Wettkampfregeln: was gibt es Neues?

Ziel ist es, durch die Einführung mehrerer neuen Massnahmen – neben der AC90-Yacht –  einen noch spektakuläreren Sportanlass für den 33. America’s Cup zu kreieren. Das ACM hat alles dafür getan, um mit den fünf gemeldeten Challengern und Alinghi einen Wettkampf zu erschaffen, der die Bedürfnisse aller Mitbewerber berücksichtigt. Die daraus resultierenden Wettkampfregeln und das Event-Format für die 33. Ausgabe basieren auf dem Anspruch, einen sehr kompetitiven und spannenden Event zu haben, vereint mit der klaren Absicht, die Kosten unter Kontrolle zu halten.
Das ACM will die Kosten für die Teams begrenzen, indem Zwei-Boote-Tests verboten werden (die einzige Gelegenheit, wo zwei AC90-Yachten nebeneinander segeln dürfen, sind vom ACM organisierte Trainingsrennen oder der Events selbst), indem so genannte „no-sail periods“ eingeführt werden und indem die Gesamtanzahl an produzierten Segeln begrenzt ist. Alle diese Massnahmen wurden gemeinsam mit den fünf gemeldeten Challengern und dem Titelverteidiger diskutiert und von allen akzeptiert.
Ein weiterer grosser Unterschied zu früheren America’s-Cup-Events ist das Wettkampf-Format. Die 33. Ausgabe wird in vier Phasen unterteilt: Acts, Trials, Challenger Selection Series und America’s-Cup-Match; dabei kann der Defender in den Acts, den Trials und im Match segeln, von der Challenger Selection Series ist er ausgeschlossen.
Mit diesem System wird der Tatsache Rechnung getragen, dass der America’s Cup sich in den letzten 156 Jahren entwickelt hat. Zuerst waren die Defender Trials (mehrere Defender regattieren gegeneinander, um den stärksten zu ermitteln) im Zentrum und Challenger trainierten isoliert, dann gab es viel mehr Challenger als Defender (erstmals in den 70ern) und schliesslich kam das System, das in den letzten zehn Jahren Gültigkeit hatte: ausschliesslich Challenger Trials. Diese Situation hat den Titelverteidiger isoliert.
Zusätzlich zu dieser Isolation hat das kostensparende Zwei-Boot-Test-Verbot dieser Ausgabe als Konsequenz, dass der Defender in der Trial-Phase vor der Challenger Selection Series teilnimmt. Als absolut entscheidend wird anerkannt, dass Alinghi keinen Einfluss auf die Selektion des finalen Challengers hat – das Format der Ausscheidungen ist darauf ausgelegt, dass dies garantiert ist.
Als Ersatz für die Zwei-Boot-Tests wurden Trainingsrennen eingeführt. Jedes Team kann ein Trainingsrennen verlangen und der Regatta-Direktor wird eine offizielle Trainingsserie organisieren. Die Trainingsserien basieren auf einem sorgfältig erarbeiteten Zeitplan und werden frühzeitig bekannt gegeben, damit alle Challenger, die teilnehmen wollen, die gleichen Bedingungen haben. Diese Trainings sollen bereits ab Oktober 2008 gesegelt und bis April 2009 weitergeführt werden. Sie bestehen aus einem Mix von Fleet- und Matchracing (Round Robins).
Event-Format und Zeitplan (basierend auf einem 10-Team-Szenario)
Acts
Ende Juni/ Juli 2008: Act 1 in Valencia (Fleet- und Matchrace in ACC-V5-Yachten)
September 2008: Act 2, Ort in Europa noch zu bestätigen (Fleet- und Matchrace in ACC-V5-Yachten)
April 2009: Act 3 in Valencia in AC90 (Fleetrace) (noch zu bestätigen)
Die Resultate aus den Acts werden nicht für die Trials angerechnet. Neben dem Prestige und der medialen Aufmerksamkeit gibt es aber Boni in Form von zusätzlichen Segeln für das Jahr 2009 zu gewinnen. Wenn Teams in den Acts 2008 mitsegeln, erhalten sie fünf zusätzliche Segel zu ihren erlaubten 45 Segeln für 2009. Der Gesamtsieger der Acts 2008 gewinnt zwei zusätzliche Segel, der Zweitplatzierte ein zusätzliches Segel.
Trials
-         Round Robin 1 und 2
Sie beginnen am 2. Mai 2009 und resultieren in einem Ranking, das alle Challenger und Alinghi einschliesst. Die sechs bestplatzierten Teams kommen weiter in den Semi-Final. Die übrigen Teams stehen sich in einem parallelen Fleetracing-Anlass, dem so genannten „Challenger Sail Off“ gegenüber – die Resultate daraus zählen zum finalen Ranking und damit zur Netto-Überschuss-Verteilung.
-         Semi-Final
Mai/Juni 2009: Drei Runden des Semi-Finals (zwischen den Top-6-Teams der Round Robins) resultieren im Challenger Ranking. Die Nummer 1 im Ranking geht direkt in den Challenger Selection Final, während es zwischen den zweit- und drittplatzierten Challengern zu einer Hoffnungsrunde kommt. Alinghi kommt in dieser Phase in die parallele „Secondary Series“.
Challenger Selection Series
Die Challenger Selection Series startet Ende Juni 2009 mit der Hoffnungsrunde. Der Sieger dieser Hoffnungsrunde trifft im Juli im Challenger Selection Final (best-of-seven) auf den bestplatzierten Challenger. Der Sieger des Challenger Selection Finals wird Challenger und segelt am 18. Juli 2009 im America’s-Cup-Match gegen Alinghi.
Parallel zum Challenger Selection Final treffen Alinghi und die frisch eliminierten Challenger in zwei Round Robins in der so genannten „Secondary Series“ aufeinander. Die Resultate daraus bestimmen das Schluss-Ranking dieser Challenger.
Der 33. America’s-Cup-Match
Am 18. Juli 2009 beginnt die Matchracing-Serie zwischen dem besten Challenger und dem Titelverteidiger (best-of-nine).

Quotes

Michel Hodara, CEO des ACM: „Die Wettkampf-Regeln sind ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung eines Events im Jahr 2009. Wir freuen uns, heute ein Event-Format zu präsentieren, das mehr Segelsport denn je bringen wird und hoffentlich auch weitere Teams dazu bewegen wird, dem Wettbewerb beizutreten. Es ist klar, dass wir die zwei Teams am 18. Juli 2009 zum Start des 33. America’s-Cup-Match in Topform sehen werden – sie werden bereit sein, einmal mehr einen spannenden und unterhaltenden Event zu garantieren.“
Tom Schnackenberg, ACM-Berater für die Class Rule und die Wettkampfregeln: „Der Beratungsprozess mit den Mitbewerbern war sehr fruchtbar. Zu Beginn waren wir auf die Klassenregeln fokussiert. Wir hatten viele schwierige Diskussionen, bei denen eigentlich alle dasselbe wollten, aber wir hatten alle Mühe, unsere Absichten in Worte zu fassen. Bei anderen Diskussionen wiederum hatten die Mitbewerber verschiedene Ansichten und es war alles andere als einfach, einen gemeinsamen Nenner zu finden.
Es war für die Challenger eine Anpassung, Alinghi in den Trials zu akzeptieren. Aber als sie die Argumentation verstanden hatten, setzten sie sich auch dafür ein, Lösungen zu finden und potenzielle Probleme zu eliminieren. Die grösste Verbesserung, was die Challenger betrifft, ist sicherlich die allgemein verlängerte Partizipations-Zeit für alle. Das zeigt sich insbesondere in der Semi Final Series mit sechs Teams und im Challenger Sail Off um die hinteren Plätze. Das heisst, dass alle Challenger vom Act im April bis nahezu Ende Juni segeln werden, für fünf von ihnen geht der Wettkampf sogar im Juli noch weiter.“
Britton Ward, Chefdesigner für Desafío Español: „Der America’s Cup war schon immer das Nonplusultra im Segelsport und wurde schon immer mit Booten ausgetragen, welche ein Maximum an technologischer Entwicklung und Leistung reflektieren. Die neue AC90-Regel wird eine Flotte von Booten bringen, die diese Tradition fortsetzt. Die neue AC90 wird länger, leichter und breiter mit mehr Tiefgang und einer grösseren Segelfläche als ihre Vorgänger. Die neue „Rasse“ wird eindrücklich anzuschauen sein und spektakuläre Segel-Action bringen. Allerdings wird es auch sehr anspruchsvoll sein, aus diesen Booten die maximale Leistung herauszuholen. Die neue Regel bietet Hand zu mehr Design-Freiheit und fördert so die technologische Entwicklung, während sie die Hauptleistungstreiber kontrolliert, damit sich die Zuschauer auf enge und spannende Wettkämpfe freuen können.“
Grant Dalton, Syndikatspräsident Emirates Team New Zealand: „Das ACM hat in den letzten Wochen schnell und effizient gearbeitet, zuerst bei der Class Rule, dann bei den Wettkampfregeln. Es war ein intensiver und dynamischer Konsultations-Prozess, der – seitens Emirates Team New Zealand – viele lange Nächte am Telefon beinhaltete, in denen wir Standpunkte anhörten, Positionen evaluierten und unsere Inputs gaben. Der Prozess war für uns stimulierend und wir verstehen die Notwendigkeit, die Dinge voranzutreiben, um wie geplant eine Regatta im Jahr 2009 zu ermöglichen.“
Die kompletten Wettkampfregeln und die AC90-Rule finden Sie auf PDF

 

 

9.11.07 22:03, kommentieren

Finale des 33. America's Cup beginnt im Juli 2009

Ungeachtet des Rechtsstreits zwischen der Alinghi und dem US-Team BMW ORACLE Racing hat das America's-Cup-Management (ACM) die Eckdaten für den 33. America's Cup bekannt gegeben.

Im Juli des Jahres 2009 wird es ernst
Im Juli des Jahres 2009 wird es ernst

Demnach beginnt das Finale, für das die Schweizer als Titelverteidiger bereits gesetzt sind, am 18. Juli 2009. Gesegelt wird wie schon 2007 vor Valencia.

Ab Mai 2009 wird es ernst

In neuem Gewand präsentiert sich die dreimonatige Herausforderer-Runde, die der Ermittlung des zweiten Finalisten dient. Ab dem 2. Mai treten zunächst alle gemeldeten Teams zu so genannten "Trials" an, die nur die sechs besten Mannschaften überstehen. Anschließend segelt erneut jeder gegen jeden: Der Punktbeste erreicht schließlich direkt das Herausforderer-Finale, während der Zweit- und Drittplatzierte in einem gesonderten Duell den zweiten Teilnehmer ausfahren. Der Sieger dieses Finales darf gegen die Alinghi um den America's Cup segeln.

Die Zeit bis Mai 2009 wird mit insgesamt drei Vorregatten (Acts) überbrückt, bei denen es allerdings keine Punkte zu holen gibt. Los geht es Ende Juni 2008 in Valencia, ehe der Cup-Zirkus im September in einer noch zu benennenden europäischen Stadt zu Gast ist. Act Nummer drei findet im April 2009 wieder in Valencia statt.

Kosten werden drastisch reduziert

Verboten ist künftig ein teaminternes Training mit zwei Booten. Damit soll eine teure Materialschlacht wie beim 32. Cup verhindert werden. Tests gegen andere Teams sind nur noch nach Absprache mit dem ACM erlaubt, das zu diesem Zweck eigene Trainings-Wettkämpfe organisiert.

Aus Kostengründen reduziert wurde auch die Segelanzahl: Im Finaljahr 2009 darf jede Mannschaft nur noch 45 der teuren Tücher produzieren. Alle Teilnehmer der Vorregatten erhalten allerdings einen Bonus von fünf Segeln, das beste Team des Jahres 2008 darf zwei weitere herstellen.

Mit dieser Regel will das ACM möglichst viele weitere Teams zu einer schnellen Meldung bewegen. Abzuwarten bleibt nun, ob BMW ORACLE Racing die neuen Regelungen als fair ansieht und seinen Widerstand gegen das Protokoll aufgibt.

9.11.07 17:19, kommentieren

Neues spanisches Team in den Startlöchern

Ein zweites spanisches Team hat seine Teilnahme am 33. America's Cup 2009 in Valencia angekündigt.

Spanische Fans in Valencia
Spanische Fans in Valencia

Der Mallorquiner Pedro Perello, in seiner Heimat bereits mit dem TP-52-Projekt "Siemens" erfolgreich, stellte auf einer Pressekonferenz die neue Mannschaft mit Namen Ayre vor. "Wir sind bereit für die Meldung", sagte der designierte Syndikatschef.

Zuvor müssen die Iberer allerdings noch einige Hürden aus dem Weg räumen. Neben der wegen des Rechtsstreits zwischen Alinghi und Oracle weiterhin offenen Zukunft macht Perello auch die Frage nach der neuen Heimat zu schaffen. Angedacht war, im Hafen von Valencia die Teambase der Luna Rossa Challenge zu übernehmen. Die Italiener werden 2009 nicht mehr an den Start gehen und würden Ayre auch ihre Ausrüstung überlassen.

Auch Briten als Nachmieter im Gespräch

"Unsere Anfrage wurde allerdings abgelehnt", sagte Perello: "Die Cup-Organisatoren haben bereits eine mündliche Vereinbarung mit dem TeamOrigin getroffen". Die Briten stehen ebenfalls vor ihrer Premiere und sind wie die Spanier noch ohne eigenes Gebäude. Falls es bei der Absage bleibt, lägen die "Pläne B und C" bereits in der Schublade.

Beim 32. America's Cup hatte einzig die Desafio Espanol die spanischen Farben vertreten. Desafio hat für 2009 ebenso schon gemeldet wie das TeamOrigin, die südafrikanische Shosholoza, das Emirates Team New Zealand und das United Internet Team Germany.

8.11.07 13:02, kommentieren

Warten auf den Durchbruch

Der Durchbruch im Streit um die Zukunft des America's Cup scheint nah, aber geschafft ist er noch nicht.

Das Warten geht weiter
Das Warten geht weiter

Eine Woche nach der Zusage, die von der Alinghi vorgelegten Designregeln zu prüfen, sieht Kontrahent BMW ORACLE Racing noch Handlungsbedarf. "Es gibt noch weitere Punkte, die anzusprechen sind", sagte Sprecher Bernard Schopfer. Derzeit streiten sich beide Parteien vor dem Obersten Gerichtshof in New York.

Weiterhin fraglich ist etwa, ob das spanische Team Desafio Espanol die Anforderungen an einen "Challenger of Record" erfüllt. Das US-Team bezweifelt das und möchte selbst die begehrte Rolle als Vertreter aller Herausforderer übernehmen.

"Ein Schritt nach vorne"

Schöpfer sprach dennoch von "einem Schritt nach vorne", der durch die neuen Vorgaben gemacht worden sei: "Nun müssen wir schauen, ob die Regeln wirklich fair sind." Die Amerikaner befürchten, dass die Alinghi einen mehrmonatigen Vorsprung bei der Konstruktion des neuen Bootes hat, da bis zur vergangenen Woche kein anderes Team das Regelwerk kannte. "Wenn unsere Designer bestätigen können, dass wir alle dieselbe Ausgangslage haben, hoffen wir, dass wir auch die anderen Punkte schnell ausräumen können", heiß es in einer Erklärung des Teams.

Bis wann mit einer außergerichtlichen Einigung zu rechnen sei, wolle Schopfer allerdings nicht sagen. "Wir hoffen, dass wir kurz vor einer Lösung stehen", lautet seine eher vorsichtige Prognose.

8.11.07 13:01, kommentieren

Alinghi-Steuermann zum Segler des Jahres gekürt

Vier Monate nach dem Gewinn des America's Cup hat der Weltverband ISAF den US-Amerikaner Ed Baird zum Segler des Jahres 2007 gewählt.

Ed Baird mit dem America's Cup
Ed Baird mit dem America's Cup

Der Steuermann hatte die Schweizer Alinghi im Juli zum zweiten America's-Cup-Sieg in Folge geführt. "Das war ein tolle Leistung eines großartigen Teams", blickte der 49-Jährige bei der Ehrung im portugiesischen Estoril zurück: "Der America's Cup ist für uns alle ein Traum".

Baird war in Valencia erst 24 Stunden vor dem ersten Finalrennen gegen das Emirates Team New Zealand zum Steuermann der Alinghi benannt worden. Der Routinier hatte sich im internen Duell gegen Peter Holmberg (Jungferninseln) durchgesetzt. Auch der dreimalige Olympiasieger Jochen Schümann, inzwischen beim United Internet Team Germany, galt damals als Alternative.

Spannendes Finale gegen Neuseeland

Die Entscheidung für Baird sollte sich im Finale bezahlt machen. Gegen die "Kiwis" drehte der Mann aus St. Petersburg (Florida) einen 1:2-Rückstand mit beeindruckenden Leistungen insbesondere in den letzten beiden Rennen noch in ein 5:2 um. Als große Stärke des Amerikaners, der als konservativer und kontrollierter Steuermann geschätzt wird, gilt seine Fähigkeit, die Bootsgeschwindigkeit in jeder Lage hoch zu halten.

Zur Seglerin des Jahres wurde die Französin Claire Leroy gewählt. Die unangefochtene Nummer eins der Weltrangliste wurde 2007 unter anderem Matchrace-Weltmeisterin. Beide Preisträger erhielten die Auszeichnung aus den Händen des griechischen Königs Konstantin II. sowie Harald V. von Norwegen. Die beiden Monarchen sind begeisterte Segler und Ehrenpräsidenten der ISAF.

8.11.07 12:59, kommentieren

Das AC90-Reglement steht

Valencia, 31. Oktober 2007) Heute wurde auf dem Weg zum 33. America's Cup ein Meilenstein erreicht: Das America's-Cup-Management veröffentlichte, wie geplant, das AC90-Reglement. Dieses Reglement wurde während der letzten sechs Wochen in einem Designkonsultationsprozess verfasst, an dem alle Challenger und der Titelverteidiger teilnahmen unter der Leitung Tom Schnackenberg, der als Berater für das ACM in den Bereichen Class Rule und Wettkampfregeln tätig ist.

 

AC90

 

Designer aller sechs gemeldeten Teams haben sich seit dem Beginn des Design-Prozesses am 15. September regelmässig getroffen. Tom Schnackenberg ist zufrieden mit den Meetings: „Der Prozess war sehr inspirierend und die Challenger haben enorm viel dazu beigetragen, dass das Reglement laufend verbessert werden konnte. Es ist erstaunlich, wie erfinderisch die Leute in diesem Umfeld sind und sich gegenseitig mit Ideen überbieten. Diese sechs Wochen waren eine sehr schöne Erfahrung." 
Die AC90-Klasse wird, kurz zusammengefasst, eine maximale Gesamtlänge von 90 Fuss, einen Tiefgang von 6.5 Metern beim Rennen segeln und eine Verdrängung von 23 Tonnen haben. Dieser letzte Parameter wurde auf Verlangen der Challenger definiert. Tom führt weiter aus: „Bei der Erarbeitung des AC90-Reglements haben wir uns auf die Erfahrung von der Version 5 des America's-Cup-Class-Reglements abgestützt und haben versucht, es wegen des knappen Zeitrahmens einfach zu halten. Selbstverständlich haben wir aber darauf geachtet, die Lektionen aus den letzten 18 Jahren des America's Cup miteinzubeziehen. Das Reglement ist eher eine Box Rule als eine Rating Rule und unterscheidet sich stark von Version 5, weil die Yacht gross, schnell und viel anspruchsvoller sein wird."
Juan Kouyoumdjian, Chef-Designer für den britischen Herausforderer TEAMORIGIN, kommentiert das Resultat der Design-Meetings wie folgt: „Es war für mich persönlich eine Ehre und eine sehr inspirierende Erfahrung, in einer Serie von Meetings unter der Leitung von Tom Schnackenberg die Class Rule für das Boot, das im nächsten America’s Cup eingesetzt wird, zu erarbeiten. Das Profil der Designer, Ingenieure und Schiffsbauarchitekten, welche die Challenger und den Titelverteidiger repräsentieren, ist immer sehr aussergewöhnlich. Der ganze Prozess war sehr effizient und produktiv und das Boot wird spektakulär werden – eine echte Herausforderung, was das Design, das Segeln und die Rennen betrifft.“
John Cutler, der Technische Direktor von Desafío Español, äussert sich so zum Endresultat: „Wir sind zufrieden mit dem Prozess. Alle Teams, die Challenger und der Defender, haben hart gearbeitet und es gab viele Veränderungen. Das Boot wird aufregend zu segeln sein, das Design ist eine grosse Herausforderung und auch für die Crew wird es schwierig, das Boot zu beherrschen. Wir werden tolle Rennen sehen."
Im Hinblick auf den 33. America's Cup wird Tom Schnackenberg als nächstes den Dialog mit den Challengern und dem Defender weiterführen, um die Definition der Wettkampfregeln für den Anlass 2009 zu vollenden.
Das komplette AC90-Reglement kann auf http://www.americascup.com/ eingesehen werden.
AC90 Rule (47 Seiten PDF)

1 Kommentar 1.11.07 16:53, kommentieren

Alinghi und Oracle läuft die Zeit davon

Einen Tag nach dem Treffen vor dem Obersten Gerichtshof in New York hat America's-Cup-Gewinner Alinghi erneut einen Versuch unternommen, im Streit mit dem US-Team BMW ORACLE Racing eine außergerichtliche Lösung zu finden. "Wir haben Oracle einen Vorschlag unterbreitet. Jetzt warten wir auf eine Antwort", sagte Alinghis Rechtsvertreter Hamish Ross der Nachrichtenagentur AFP. Einzelheiten nannte Ross nicht, der Ball liege nun aber bei Oracle.

Das Gezerre um den Cup geht weiter
Das Gezerre um den Cup geht weiter

Den beiden Kontrahenten läuft unterdessen die Zeit davon: Bereits in "zwei bis drei Wochen" will Richter Herman Cahn ein Urteil sprechen. Damit droht mehr und mehr eine Verschiebung des für 2009 geplanten 33. America's Cup. "Das Zeitfenster wird immer kleiner", sagte auch Ross.

"Die Verspätung ist noch immer zu verkraften"

Michel Hodara, Chef des von der Alinghi eingesetzten AC-Management, bleibt dennoch optimistisch. "Wir haben das Handtuch noch nicht geschmissen. Die Verspätung ist noch immer zu verkraften", sagte der gebürtige Genfer. Allerdings gebe es bei allen Teams sehr wohl eine durch den Rechtsstreit verursachte Unsicherheit.

Dank des wachsenden Drucks scheint immerhin Bewegung in die Gespräche zwischen den Rivalen gekommen zu sein. Schon unmittelbar nach der 30-minütigen Verhandlung in New York zogen sich beide Parteien zu Verhandlungen zurück. Eine Sprecherin der Amerikaner bezeichnete die Gespräche einmal mehr als "konstruktiv": "Wir hoffen, dass sie weitergeführt werden."

Streit um spanischen Yachtklub spielt Schlüsselrolle

Zur entscheidenden Frage hat sich in New York der Streit um den "Challenger of record" entwickelt - dem Team, das als erster Herausforderer das Recht hat, mit dem Cup-Verteidiger zusammen im Namen der anderen Teilnehmer die Regeln zu bestimmen. Die Alinghi wählte hierzu die spanische Desafio Espanol, vertreten durch den neu gegründeten Club Nautico Espanol de Vela (CNEV).

BMW ORACLE Racing zweifelt an der Rechtmäßigkeit des CNEV: Laut der Stiftungsurkunde aus dem Jahr 1887 muss der gewählte Yachtklub jährlich eine Regatta organisieren. Bisher haben die Spanier nur zwei kleine Wettfahrten im vergangenen Herbst ausgerichtet, die erste große Regatta soll im November vor Valencia stattfinden. Ob damit die geforderten Voraussetzungen erfüllt sind, muss nun der Oberste Gerichtshof klären.

1 Kommentar 24.10.07 22:34, kommentieren