25.1.08 22:18, kommentieren

Desafio Espanol verzichtet auf Einspruch

Das spanische Team Desafio Espanol wird keinen Einspruch gegen das Urteil des Obersten Gerichtshofes in New York einlegen.

Desafio-Boss Agustin Zulueta
Desafio-Boss Agustin Zulueta
 

"Wir respektieren die Entscheidung, auch wenn wir die Ansichten nicht teilen", erklärten die Iberer. Richter Herman Cahn hatte am Dienstagabend Desafios Benennung zum Herausforderer-Vertreter durch die Alinghi für unzulässig erklärt. Neuer "Challenger of Record" ist das US-Team BMW ORACLE Racing.

Desafio rechtfertigt sich

Die Spanier unterstrichen noch einmal, sich keiner Schuld bewusst zu sein. "Desafio war immer davon überzeugt, den Vorschriften der Stiftungsurkunde zu entsprechen. Das Team stand in regem Kontakt mit renommierten Anwälten aus dem In- und Ausland. Das Urteil ändert die bisherige Auslegung der Regeln", verteidigte sich der Halbfinalist des 32. America's Cup.

Entscheidender Streitpunkt war eine Formulierung aus der Stiftungsurkunde von 1887. Demnach muss der Herausforderer-Vertreter eine "jährliche Regatta am Meer oder an einem Meeresarm" ausrichten. Nicht geklärt wird, ob diese Vorschrift nur für die Gegenwart oder auch für die Vergangenheit des Yachtklubs gilt. Der Desafio-Vertreter CNEV war erst kürzlich gegründet worden.

Sponsoren bleiben an Bord

Gleichzeitig widersprach Desafio Spekulationen, nun den Verlust der Sponsoren befürchten zu müssen. "Wir haben weiterhin volle Rückendeckung", hieß es. Die Mannschaft von Syndikatschef Agustin Zulueta appelliere nun an die Vernunft aller Beteiligten, um "unverzüglich" einen Kompromiss zu erzielen.

Da zuvor auch die Alinghi den Verzicht auf einen Einspruch angekündigt hatte, ruhen die Hoffnungen aller Beteiligten nun auf baldigen Gesprächen der Schweizer mit Oracle. Wann diese beginnen und wie schnell eine Lösung gefunden werden kann, ist jedoch offen.

1 Kommentar 30.11.07 10:11, kommentieren

Franzosen senden Lebenszeichen

Das französische Team K-Challenge hofft trotz anhaltender Spekulationen um ein vorzeitiges Aus weiter auf die Teilnahme am 33. America's Cup.

Franz?sisch-deutsches Duell vor Valencia
Französisch-deutsches Duell vor Valencia
 

"An unseren Absichten hat sich nichts geändert. Wir wollen bei der kommenden Auflage ein glaubwürdiger Herausforderer sein", betonte Syndikatschef Stephane Kandler in einer offiziellen Mitteilung.

Derzeit arbeiten die Franzosen, die beim 32. Cup unter dem Namen Areva Challenge den achten Platz belegt hatten, nach Angaben von Kandler "am Bootsdesign sowie dem Aufbau des Teams." Fraglich scheint aber weiter die Finanzierung des Kampagne. Noch immer ist offen, wer die K-Challenge als künftiger Hauptsponsor unterstützt.

Zuletzt hatten in Desafio Espanol und Ayre (beide Spanien), Mascalzone Latino (Italien), Shosholoza (Südafrika), TeamOrigin (Großbritannien), Emirates Team New Zealand (Neuseeland) und dem United Internet Team Germany sieben Mannschaften ihre Herausforderung an Titelverteidiger Alinghi abgegeben. Nach der Verschiebung des Cups auf unbestimmte Zeit sind diese allerdings zunächst hinfällig.

1 Kommentar 29.11.07 18:11, kommentieren

Richterspruch lässt auf America's Cup 2009 hoffen

Das deutsche Segel-Syndikat Team Germany darf wieder auf die Austragung des America's Cup 2009 hoffen. Nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofes von New York zu Gunsten der US-Kampagne BMW ORACLE Racing keimt die Hoffnung, dass nun möglicherweise doch bereits in zwei Jahren der 33. America's Cup ausgetragen wird. "Es ist zu vernehmen, dass BMW ORACLE den Cup in seinem konventionellen Rahmen austragen will. Jetzt hängt alles davon ab, ob sich BMW ORACLE und Alinghi möglichst schnell über die Statuten einigen. Es gibt zumindest Hoffnung, das doch noch 2009 gesegelt werden kann", sagte der deutsche Syndikats-Chef Michael Scheeren dem sid.

Die Segelfans hoffen auf eine schnelle Einigung zwischen Alinghi und BMW ORACLE  Racing
Die Segelfans hoffen auf eine schnelle Einigung zwischen Alinghi und BMW ORACLE Racing
 

Richter Herman Cahn hatte den Amerikanern im Rechtsstreit mit dem Schweizer Titelverteidiger Alinghi am Dienstagabend Recht gegeben und die Benennung der Desafio Espanol zum Herausforderer-Vertreter für unzulässig erklärt. An die Stelle der Spanier tritt nun BMW ORACLE.

Die Amerikaner verzichteten daraufhin überraschend auf ihren ursprünglichen Plan, 2009 allein gegen Alinghi um den Cup zu segeln. Stattdessen sollen sich alle sieben bisher gemeldeten sowie weitere Herausforderer ebenfalls an dem Kampf um die älteste Sporttrophäe der Welt beteiligen. Auch die beschlossene Verschiebung des Cups auf 2010 oder 2011 ist vorerst hinfällig.

Kompromissbereitschaft für Zukunft des America's Cup

"Wir müssen jetzt abwarten, wie sich die Dinge weiterentwicklen und hoffen, dass sich nun alles wieder in die richtige Richtung entwickelt", erklärte Scheeren. Alinghi zeigte sich nach dem Richterspruch zwar enttäuscht, aber auch kompromissbereit. Man konzentriere sich jetzt auf die Diskussionen mit den Amerikanern, um sicherzustellen, dass es mit dem America's Cup weitergehe, sagte Alinghi-Präsident Ernesto Bertarelli.

1 Kommentar 29.11.07 10:06, kommentieren

US-Team gewinnt Rechtsstreit um America's Cup

Das US-Segelteam BMW Oracle Racing hat den Rechtsstreit gegen America's Cup-Sieger Alinghi vor dem Obersten Gerichtshof in New York gewonnen, wie beide Streitparteien in offiziellen Statements bestätigten.

Sieg vor Gericht
BMW Oracle Racing hat den Rechtsstreit vor dem Obersten Gerichtshof in New York gewonnen.
 

Team Germanys Sportdirektor Jochen Schümann sagte: "Ich bin überrascht, doch wir hoffen, dass dieses Urteil dazu beiträgt, wieder Klarheit und Sicherheit in den Cup zu bringen." Mit seinem Urteil bestätigte Richter Herman Cahn vom New York Supreme Court das US-Team als offiziellen "Challenger of Record" und damit als einzig rechtmäßigen Verhandlungspartner Alinghis bei der Gestaltung des 33. America's Cup.

Gleichzeitig wurde der bis zum 27. November amtierende spanische "Challenger of Record", der Club Nautico Español de Vela (CNEV), für illegal erklärt. Damit sind alle bislang veröffentlichten Pläne für den kommenden America's Cup ungültig.

Entgegen der allgemeinen Erwartung, es würde nun im kommenden Sommer automatisch vor Valencia zum Duell zwischen Alinghi und BMW Oracle Racing kommen, überraschten die Amerikaner umgehend mit einlenkenden Vorschlägen. BMW Oracle Racings Skipper und CEO Russell Coutts sagte: "Wir würden gerne eine konventionelle Cup-Regatta vor Valencia sehen und planen, schnellstmöglich Alinghi zu treffen, um eine einvernehmliche Regelung zu erzielen."

In der Pressemitteilung von BMW Oracle Racings herausforderndem Golden Gate Yacht Club (GGYC) heißt in der Aufzählung möglicher Konsequenzen des Urteils unter Punkt eins:

"Wir werden versuchen, einvernehmliche Regeln mit allen Wettbewerbern zu finden (...) und im Jahr 2009 eine konventionelle Cup-Regatta in Valencia zu segeln." Damit könnte es nach der erst in der vergangenen Woche angekündigten Verschiebung der Regatta auf 2010 oder sogar 2011 doch noch zu einem Happy End für alle Beteiligten und der Austragung des 33. America's Cup in eineinhalb Jahren kommen.

Für Team Germany wären das optimale Nachrichten, denn Schümanns Mannschaft ist im zweiten Anlauf unter schwarz-rot-goldener Flagge schnell gestartet und könnte diesen Vorteil in einen Erfolg ummünzen.

28.11.07 16:02, kommentieren

America's-Cup-Absage wirft viele Fragen auf

Was die Absage des 33. America's Cup vor der Küste Valencias für konkrete Folgen hat, bleibt noch abzuwarten. Beim deutschen Segel-Syndikat United Internet Team Germany werden schon verschiedene Zukunftszenarien gemalt - und auch ein vorzeitiges Ende der Kampagne scheint nicht ausgeschlossen.

Kampagnen-Chef Michael Scheeren
Kampagnen-Chef Michael Scheeren
 

"Natürlich besteht die Gefahr, dass das Team zerbricht. Wir fangen nun praktisch wieder bei Null an", sagte Kampagnen-Chef Michael Scheeren im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid): "Das Projekt war klar gefasst, alle Verträge waren unterschrieben. Jetzt ist alles ungewiss und man muss sich mit den Parteien wieder neu zusammensetzen. Unsere Enttäuschung ist sehr groß."

Am Donnerstagnachmittag hatten sich die Cup-Organisatoren entschieden, die Veranstaltung aufgrund des Rechtsstreits zwischen dem Schweizer Titelverteidiger Alinghi und dem US-Syndikat BMW ORACLE Racing sowie der dadurch fehlenden Planungssicherheit auf einen noch unbestimmten Zeitpunkt zu verlegen. 2010 kommt als Austragungsjahr wegen der terminlichen Kollision mit der Weltmeisterschaft in Südafrika wohl nicht in Frage. Somit könnte der nächste Cup erst 2011 steigen.

Team Germany fürchtet gewaltige Mehrkosten

Neben der Enttäuschung und der nervlichen Belastung für die bisher sieben gemeldeten Herausforderer ist die Verschiebung vor allem mit höheren Kosten verbunden. Bis zum Cup-Beginn kalkulierten die Deutschen bisher mit einem jährlichen Budget von rund 20 Millionen Euro. Sollte die Veranstaltung erst zwei Jahre später als bisher geplant wieder ausgetragen werden, könnten Mehrkosten von bis zu 40 Millionen Euro entstehen.

"Wir müssen jetzt sehen, dass wir das Team zusammenhalten und mit den Sponsoren reden. Aber wie soll man die Sponsoren von etwas überzeugen, ohne ihnen sagen zu können, wofür genau sie ihr Geld geben?", meinte Scheeren, gab sich aber kämpferisch: "Trotzdem bin ich zuversichtlich, dass wir das Problem gemeinsam mit unseren Partnern lösen können. Schließlich wollten alle dieses Team."

Hauptsponsoren halten sich bedeckt

Bei den beiden Hauptsponsoren hielt man sich auf sid-Anfrage allerdings noch bedeckt. "Wir müssen uns gemeinsam mit den anderen Sponsoren beraten", sagte United-Internet-Sprecher Marcus Schaps: "Eine Austragung 2011 wäre aber schon sehr problematisch." Iris Altig, Sprecherin der Audi-Sportkommunikation, ergänzte: "Momentan gibt es ja nichts Konkretes. Wir müssen die Entwicklung abwarten und mit dem Team reden."

Während Scheeren eine "Kostenreduzierung" in Aussicht stellte, kündigte auch Teamchef Jochen Schümann weitere Unterredungen mit den Geldgebern an: "Wir werden unsere Strategie überarbeiten und die Zeit für entsprechende Gespräche mit unseren Wirtschaftspartnern nutzen." Der neue Steuermann Karol Jablonski sagte: "Ich habe keine Angst, dass das Team zerbricht. Wenn wir Konkreteres wissen, werden wir reagieren und den Sponsoren ein Konzept präsentieren."

Urteilsspruch im Streit lässt auf sich warten

Auslöser der scheinbar verfahrenen Situation sind die starren Positionen Alinghis und BMW ORACLES im Streit um die Statuten des 33. Cups. Die Amerikaner werfen den Schweizern eine zu einseitige Regelgestaltung; sie hatten bereits im Juli vor dem Obersten Gerichtshof von New York Klage gegen das Cup-Protokoll eingelegt.

Nach einer ersten Anhörung im letzten Monat vor Richter Herman Cahn, der mit seinem Urteilsspruch weiter auf sich warten lässt, überboten sich beide Parteien zuletzt mit Kompromissangeboten und Ultimaten, die jedoch allesamt abgelehnt wurden oder verstrichen.

Scheeren: "Kein Verständnis mehr für Oracle"

Sollte BMW ORACLE Recht bekommen, könnte es gemäß den Bestimmungen der Stiftungsurkunde im kommenden Jahr zu einem Duell zwischen den Amerikanern und Alinghi um den Cup kommen - ohne Beteiligung anderer Teams.

"Eine geringe Hoffnung, dass wir 2009 segeln können, habe ich aber noch. Wir machen erstmal weiter wie bisher und warten den Urteilsspruch in New York ab", sagte Scheeren: "Für das Verhalten von Oracle habe ich kein Verständnis mehr. Ich hoffe, dass sie wenigstens bei einer Niederlage vor Gericht so vernünftig sind und nicht in Berufung gehen. Das würde alles noch weiter verzögern."

28.11.07 13:32, kommentieren

America's Cup 2009 wird verschoben

Was sich seit Tagen bereits anbahnte, ist nun Gewissheit. Der Rechtstreit zwischen Titelverteidiger Alinghi (Schweiz) und dem US-Syndikat BMW ORACLE Racing hat der für 2009 geplanten Austragung des 33. America's Cup in Valencia endgültig allen Wind aus den Segeln genommen.

Die Austragung der Regatten vor Valencia ist fraglich
Die Austragung der Regatten vor Valencia ist fraglich
 

Am Donnerstagnachmittag verschoben die Organisatoren die Veranstaltung aufgrund fehlender Planungssicherheit auf unbestimmte Zeit. Damit wird der Cup im Format der 32. Auflage mit Vorregatten und Herausforderer-Runde wohl frühestens wieder 2011 ausgetragen. 2010 war als mögliches Veranstaltungsjahr aufgrund terminlicher Kollisionen mit der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika zuletzt ausgeschlossen worden.

"Die Unsicherheit über den Ausgang des Rechtsstreits hat uns keine Wahl gelassen und uns zu diesem Schritt gezwungen. Viele Indikatoren zeigen uns, dass der Cup nicht unter den gleichen Standards wie bei der 32. Auflage hätte durchgeführt werden können", hieß es in einer Mitteilung der Organisatoren.

Damit steht auch das deutsche Syndikat Team Germany, das Halbfinal-Ambitionen hegte, trotz der Verpflichtung des dreimaligen Olympiasieger Jochen Schümann (Penzberg) sowie der Zusammenstellung einer schlagkräftigen Mannschaft womöglich vor einer ungewissen Zukunft.

1 Kommentar 23.11.07 21:27, kommentieren

Mascalzone und Ayre melden für 33. America's Cup

Das Teilnehmerfeld des 33. America's Cup in Valencia ist um zwei Namen reicher.

Mascalzone Latino ist wieder dabei
Mascalzone Latino ist wieder dabei
 

Am Dienstag machte zunächst im italienischen Team Mascalzone Latino ein alter Bekannter seiner Meldung öffentlich, nur wenige Stunden folgte in der spanischen Mannschaft Ayre ein Cup-Neuling. Damit wächst die Zahl der Herausforderer von Titelverteidiger Alinghi auf sieben.

Mascalzone wagt bereits den dritten Anlauf in Folge auf den 156 Jahre alten Pokal. Im Mai hatten die Sudeuropäer als Sechster nur knapp das Halbfinale verpasst. Kopf der Mannschaft, die vom Reale Yacht Canottieri Savoia aus Neapel präsentiert wird, ist der italienische Schiff-Magnat Vincenzo Onorato.

Zweites Team aus dem Gastgeberland

Das spanische Team Ayre segelt künftig unter der Flagge des Königlichen Yachtklubs aus Denia, einer Nachbarstadt von Valencia. "Nach dem Erfolg des 32. America's Cup haben wir beschlossen, dass wir ein Teil dieses Events sein wollen", begründete Syndikatschef Pedro Perello die Entscheidung: ?Wir glauben, dass die 33. Auflage für noch mehr fantastische Momente sorgen wird.? Ayre ist neben Desafio Espanol die zweite Mannschaft aus dem Gastgeberland.

Gleichzeitig gab das America's-Cup-Management bekannt, dass zwei weitere Teams in den Startlöchern stehen. Namen nannten die Organisatoren nicht, allerdings würden die betreffenden Mannschaften bereits "die nötigen Papiere" ausfüllen.

Sieben Teams fordern die Alinghi heraus

Die Meldungen von Mascalzone und Ayre kommen zu einem überraschenden Zeitpunkt. Wegen des anhaltenden Rechtsstreits zwischen der Alinghi und dem US-Team BMW ORACLE Racing scheint derzeit eine Verschiebung des für 2009 geplanten America's Cup um zwei Jahre als wahrscheinlich. Zuletzt hatten sich insbesondere die Italiener stets auf die Seite der Amerikaner gestellt und dem Obersten Gerichtshof in New York sogar einen "Amicus-Curiae-Brief" geschrieben, um zusätzliche Hintergrundinformationen beizusteuern.

Als Herausforderer akzeptiert wurden zuvor bereits das spanische Team Desafío Espanol, die südafrikanische Shosholoza, das TeamOrigin aus Großbritannien, das Emirates Team New Zealand sowie das United Internet Team Germany.

 

1 Kommentar 23.11.07 21:25, kommentieren

Team Germany setzt beim Bootdesign auf Kreativität

Ein "Geschoss" soll es werden, wenn es nach Jochen Schümann geht. Ein Boot, "mit dem ein normaler Segler nichts anfangen kann", das zugleich "Fitness, Koordination, Kraft und Bootsgefühl" erfordert.

 

Auf das Team Germany wartet viel Arbeit
Auf das Team Germany wartet viel Arbeit

Kein Wunder also, dass das United Internet Team Germany in den vergangenen Wochen nicht nur in seine neue Crew investiert, sondern auch Weichen im Bereich Bootdesign gestellt hat.

Innerhalb weniger Wochen wurde ein internationales Designteam aufgestellt, das basierend auf den neuen Design-Regeln ein wettbewerbsfähiges Boot für den 33. America's Cup kreieren soll. Eine entscheidende Rolle wird aber auch der Faktor Zeit spielen. Die neue Yacht muss rechtzeitig ins Wasser gebracht werden, um den Seglern Zeit zum testen und trainieren zu geben.

Unterschiedliche Kulturen und Generationen

Gefordert sein wird daher die Kreativität der derzeitig 20 Designer. Für den Rumpf stehen mit Jason Ker (36 Jahre, bislang Shosholoza), Bernard Nivelt (59, AREVA Challenge) und Roland Kleiter (33, Team Germany) Vertreter unterschiedlicher Kulturen und Generationen im Mittelpunkt.

Die verschiedenen Einflüsse können angesichts der großen Herausforderung nur hilfreich sein. "Beim 32. America's Cup ging es darum, die bestehende Klasse zu optimieren. Von diesen Booten wurden ja immerhin fast 100 gebaut", so Strukturingenieur Dr. Marc Wintermantel: "Im kommenden America's Cup geht es mehr um Kreativität. Alle fangen bei Null an. Dem Einfallsreichtum eines Designteams kommt wesentlich mehr Bedeutung zu."

"Maximum an Kreativität" als Ziel

Wie das Segelteam ist auch das Design- und Technikteam beim United Internet Team Germany international aufgestellt. Oliver Kayser, als Technischer Direktor für Partner Porsche Consulting im Einsatz, sieht gerade hierin eine besondere Stärke: "Wir bringen unterschiedliche Nationalitäten und Teamkulturen zusammen, um letztendlich auch durch die Vielfältigkeit der Sichtweisen und den damit verbundenen Ideenreichtum das Maximum an Kreativität in die neuen Boote einfließen zu lassen."

Mit dem Bau der neuen Yacht soll Anfang des nächsten Jahres auf der Knierim-Werft in Kiel begonnen werden. Erstmals bei offiziellen Rennen eingesetzt wird die neue Bootsklasse nach aktuellem Stand im April 2009.

1 Kommentar 23.11.07 21:24, kommentieren

Alinghi-Ultimatum sorgt für Unmut bei Oracle

Die Hoffnung auf das ersehnte Ende im Rechtsstreit zwischen der Alinghi und dem US-Team BMW ORACLE Racing hat einen kräftigen Dämpfer erhalten.

Das US-Team BMW ORACLE Racing ist ver?rgert
Das US-Team BMW ORACLE Racing ist verärgert

Die Amerikaner reagierten verärgert auf die Aufforderung der Schweizer, bis Freitag eine klare Position hinsichtlich einer Teilnahme am 33. America's Cup zu beziehen. "Dies ist höchst erstaunlich und enttäuschend", so Sprecher Tom Ehman.

Damit sind die für kommenden Juni geplanten ersten Vorregatten ebenso gefährdet wie die Durchführung des Finales im Jahr 2009. Beide Seiten hätten sich bereits "mündlich über die meisten Punkte für eine Lösung geeinigt, nur um dann von Alinghi mitgeteilt zu bekommen, dass der Deal geplatzt sei", so Ehman weiter. "Wir hoffen, dass sie ihre Haltung noch einmal überdenken und sind für weitere Verhandlungen offen, bevor der Gerichtsentscheid kommt, der nun jeden Tag eintreffen könnte."

Die Alinghi hatte zuvor ihren Kontrahenten aufgefordert, zu den aktuellen Geschehnissen Position zu beziehen. "Nach der Veröffentlichung der neuen Bootsklasse ist es an der Zeit, die Pläne bezüglich einer Teilnahme am America's Cup zu verdeutlichen", schrieben die Schweizer in einem Brief. Dies solle bis Freitag, 17 Uhr New Yorker Zeit geschehen. Mögliche Folgen bei einer Missachtung dieses Ultimatums nannte der Titelverteidiger allerdings nicht.

1 Kommentar 18.11.07 16:13, kommentieren